Kräuter-Fougasse
Und ein paar Tipps zu Hefe
Fougasse sieht nicht nur toll aus, es schmeckt auch noch richtig lecker! Dieses flache Brot aus der Provence eignet sich perfekt, wenn Gäste im Haus sind. Dazu eine leckere Käseplatte, verschiedene Aufstriche oder einfach nur ein hochwertiges Olivenöl mit grobem Meersalz… Grandios! Den Teig kann man dabei gut variieren. Hier habe ich Kräuter der Provence mit herein gegeben. Super funktioniert es aber auch mit Oliven, Nüssen oder getrockneten Tomaten.
Sieht das nicht lecker und luftig aus? An Hefe habe ich mich ja früher nicht ran getraut. Aus welchen Gründen auch immer hatte ich Angst, dass das Gebäck nichts wird und außerdem hat mir der Geh-Vorgang viel zu lange gedauert. Heute habe ich viele Tipps im Kopf und weiß, dass sich das Backen mit Hefe richtig lohnt. Zumal man auch gleich mehr herstellen und den Rest auf Vorrat einfrieren kann.
So gelingt der Hefeteig – Tipps
Hefe ist die Diva unter den Backzutaten. Sie ist sehr empfindlich und arbeitet nur, wenn du ihr die optimalen Bedingungen lieferst. Damit die Hefe also aufgeht, musst du sie nicht nur füttern, sondern ihr Wärme und Schutz geben 😉
- Hefe mag es warm. Wenn ihr Wasser oder Milch zur Hefe gebt, sollte diese(s) immer lauwarm sein (ca. 37°C). Zu heiß ist es nämlich auch nicht gut, denn dann wird sie zerstört. Stellt den Hefeteig zum Gehen immer an einen warmen Ort. Im Sommer eignet sich der Balkon, im Winter die Heizung oder der kurz angewärmte Backofen. Dabei auf warmen Flächen immer nochmal ein Handtuch unterlegen, denn sonst wird der Teig an dieser Stelle in der Schüssel schon hart. Deckt die Schüssel dabei zu, damit es die Hefe schön kuschelig hat. Auch beim Kneten gilt: Macht das nach dem Gehen am besten auf einem Holzuntergrund, denn der ist wärmer als eine Stein-Arbeitsplatte.
- Ausnahme: Übernachtgare. So nennt man das, wenn man Hefeteig zum Gehen in den Kühlschrank stellt. Das ist zum Beispiel eine super Möglichkeit bei Sonntagsbrötchen. Hier braucht die Hefe etwa 12 Stunden, um zu gehen. Am Morgen sollte der Teig noch Zimmertemperatur annehmen und kann dann gebacken werden. Der Teig ist etwas feinporiger, da er länger Zeit hatte, aufzugehen.
- Vermeidet Zugluft oder Hitze. Wie bereits geschrieben, mag die Hefe keine zu hohen Temperaturen beim Gehen. Bei etwa 45°C ist Schluss und die Hefe verliert an Wirkung. Außerdem solltet ihr schauen, dass der Teig nicht an einem offenen Fenster steht, denn auch Wind kann die Hefe nicht leiden. Deswegen immer brav zudecken und auch zugedeckt lassen!
- Hefeteig muss, nachdem er in Form gebracht wurde, immer noch ein zweites Mal gehen. Das Warten lohnt sich. Ihr werdet mit einem luftigen Teig belohnt.
- Lange Kneten. Je länger du knetest, umso mehr Luftbläschen können sich in der Gehzeit bilden und umso lockerer wird nachher der Teig.
- Gebt etwas Zucker hinzu. Auch bei herzhaften Teigen könnt ihr etwas Zucker hinzugeben. Die Hefe braucht diesen, um zu arbeiten.
Zutaten
für 2 Fougasse-Brote
500g Weizenmehl
2 TL Salz
1 EL Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
2 TL Kräuter der Provence (Thymian, Oregano…)
300ml lauwarmes Wasser
5 EL Olivenöl
Zubereitung
1. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Am besten zuerst die trockenen und dann das Wasser und das Öl.
2. Alles mit den Knethaken oder den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Das kann schon 5-8 Minuten dauern.
3. Zudecken und für ca. 40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
4. Den Teig heraus nehmen und nochmal kurz durchkneten. In zwei Teile teilen.
5. Zwei Ovale formen und leicht mit den Händen platt drücken.
6. Auf zwei Backbleche legen, mit etwas Wasser bestreichen und Mehl darüber streuen. Nochmal etwa 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
7. Gegen Ende den Ofen auf 200°C Heißluft vorheizen.
8. Die Fladen auf der Seite jeweils 4x schräg einritzen, damit sie aussehen wie Blätter. Etwas auseinander ziehen.
9. Für 15 Minuten im Ofen backen.
Ich habe die Fougasse heute mit Bärlauchöl und grobem Meersalz gegessen. So lecker!
Was habt ihr noch für Tipps zur Hefe?
verlinkt mit #letscooktogether


16 Kommentare
Kali
Bei mir war es genauso: habe mich nie getraut was mit Hefe zu backen obwohl meine Mutter immer behauptete dass Hefeteig der leichteste Teig überhaupt ist. Ja klar, aber sie backt ja auch seit 50 Jahren! Aber ich habe mich auch für die #letscooktogether-Aktion an Hefe herangetraut und ich muss sagen: Mutti hatte Recht! Das geht ja echt viel einfacher als gedacht. Gut: ich habe eine warme Wohnung, der Teig geht überall gut auf;-) Hier ist mein Backresultat: http://www.idimin.berlin/gugelhupf-mit-alternativer-fuellung-ring-cake-with-an-alternative-filling/
LG, Kali
Jenny
Wenn man ein paar Dinge beachtet, ist da echt nichts dabei. Ich liebe es mittlerweile, mit Hefe zu backen. Allein der Geruch dann in der Küche ♥ Dein Rezept schau ich mir gleich mal an 🙂
Hab ein schönes Wochenende!
Jenny
Krisi von Excusemebut...
Ohhh soooo lecker, mhh da würde ich mir am liebsten direkt ein Stückchen von Abschneiden!!! Ich habe letztes Jahr meine Scheu vor Hefeteig überwunden, nach dem ich ein paar Tricks gelernt habe und dann gemerkt habe, wie einfach es gehen kann. Mein Fehler war früher immer, das ich zu kurz geknetet habe, oder mich zu streng ans Rezept gehalten habe. Etwa der Teig war zu trocken oder zu feucht. Heute halte ich mich nicht mehr genau an die Flüssigkeitsangaben und gebe diese nur noch nach Gefühl dazu=)
Liebe Grüsse,
Krisi
Sophia
Deine Fougasse sieht genial aus- ich liebe einfach diese schöne Form und dass Fougasse so variabel ist – perfekt !
Ich persönlich finde, dass Frischhefe eine stärkere Triebkraft besitzt- gerade bei süßem Hefeteig ziehe ich sie der Trockenhefe vor. Aber ansonsten kann ich allen deinen Tipps aus vollem Herzen zustimmen 🙂
love
sophia
Jenny
Hi Krisi 🙂
Es wird einfach viel zu viel aufgebauscht mit der Hefe. Im Grunde ist das schlimmste,was passieren kann, dass sie kaum aufgeht. Und selbst dann schmeckts trotzdem lecker 🙂 Wenn man einmal den Dreh raus hat, ists echt easy 🙂
Lieben Gruß,
Jenny
Jenny
Danke, Sophia. Sie ist echt variabel. Heute habe ich sie für Gäste mit Walnüssen gemacht. Super lecker!
Auf die größere Triebkraft muss ich mal achten. Bewusst habe ich da noch keinen Unterschied gemerkt.
Schönes Wochenende!
Jenny
Julia Erdbeerqueen
Die Form ist ja cool 🙂 Bislang hatte ich noch nicht viele Probleme mit Hefe, wobei ich letzt auch versehentlich zu warmes Wasser benutzt habe. Das war dann natürlich nicht optimal.
🙂 Ich muss mir nochmal die Lets cook together Sache anschauen. Irgendwie verpasse ich solche Aktionen immer ^^
Liebe Grüße
Jenny
Es wird auch immer zuviel Panik gemacht 🙂 Es ist ja echt nicht schwer 😉 Du kannst bei der Aktion jetzt noch mitmachen. Ansonsten startet sie immer am 10. vom Monat. Die Themen stehen jetzt schon komplett fest.
Lieben Gruß,
Jenny
foodistini
Die Form deiner Brote ist wirklich toll! Da kommt dann ja so viel leckere Kruste mit bei rum. Die finde ich dann meistens das Beste am Brot. Die merke ich mir für das nächste mal backen.
Meisten habe ich keine Probleme mit Hefeteig. Deine Tipps sind eine schöne Zusammenstellung. Ich halte sie auch immer ein. Aber ich habe mich vor kurzen mal an Dampfnudeln versucht und die sind gar, gar nichts geworden. Einfach nur ein fester kleiner Kloß im Topf. Und ich habe immer noch keine Ahnung was Genua schief gelaufen ist. Ich vermute der Topf war zu heiß und zu groß (also dadurch zu wenig Dampf im Topf vorhanden).
Lieben Gruß
Anne-Marie
Jenny
Stimmt, da hast du Recht. An den Vorteil hab ich noch gar nicht direkt gedacht 🙂 Ich mag die Kruste auch immer am liebsten! Dampfnudeln hab ich noch nie selbst ausprobiert. Muss ich unbedingt mal machen 🙂
Lieben Gruß,
Jenny
eva
Mmmmmhhh, das macht mich an.
Des isch ja
saumäßig leggar.
LG Eva
Malene
Liebe Jenny,
das Rezept wird ausprobiert! Klingt super lecker und wenn jetzt die Bärlauch Saison kommt, wird es Bärlauch dazu geben 🙂 Tolle Inspiration!
Achso, und hübsch sieht es ja auch noch aus! 😉
Liebe Grüße
Malene
Jenny
😀 Haha. So soll es sein.
Sei lieb gegrüßt,
Jenny
Jenny
O, Bärlauch ist sicher lecker dazu. Mit Bärlauchöl hab ich es schon getunkt. 🙂 Mhhh.
Lieben Gruß,
Jenny
Franka
Hi,
das Brot hat wirklich eine schöne Form. Aber auch die Abwandlungen davon finde ich gut, dass werde ich mal ausprobieren.
Ich komme mit Hefe auch sehr gut zurecht und ich liebe den Geschmack und den Geruch von frischem Hefegebäck.
Ich selber mache oft einen Vorteig, den ich so mache:
1. Die Hefe (ich nehme auch lieber die Frischhefe) in der lauwarmen Flüssigkeit auflösen lassen, dann Zucker dazu und ca. 1/3 des Mehls dazu, alles vermischen.
2. den Teig (der in einer ofenfesten Schüssel ist) mit einem Geschirrtuch abdecken und für ca. 30 Minuten in den auf 50 °C vorgeheizten Backofen stellen.
3. Vorteig rausnehmen, die restlichen Zutaten unterkneten und den Teig nach Belieben weiterverarbeiten.
LG Franka
Jenny
Hi Franka.
Würde mich freuen, wenn du es mal probierst :-))
Das mit dem Vorteig habe ich schon öfters gehört, aber noch nie versucht. Lieben Dank für die Erklärung.
Viele Grüße
Jenny